5. junikat

Lebensende mit drei Buchstaben? Claus knüllte das post-it seines Bruder ärgerlich zusammen. Zuerst hatten sie alle ständig genervt, wann er sie denn nun endlich fragen würde, und nun machten sie sich lustig. Aber es war schon die richtige Entscheidung. Claudia würde das Haus in Gersthof, das ihm seine Eltern nun endlich überlassen wollten, mit Lachen und Leben füllen. Nur ihr Geschmack ließ ihn manchmal zweifeln. Welch Entsetzen, als sie beim Erstellen der Hochzeitsliste neben schweren Handtüchern und Damasttischdecken auch auf dieses Plastikteil für seine fin-de-siécle-Glasvitrine im Speisesalon bestand. Glücklicherweise war die dunkelgelockte Verkäuferin leicht zu bezaubern. Die Sache mit dem Preisschild kostete ihn drei Margaritas. Und einen Kuss, der salzig schmeckte, und nach meer.

margarita

4 Gedanken zu „5. junikat

  1. ich weiss nicht, woran es liegt, aber ich versthe die geschichte nicht.
    moeglicherweise bin ich von der glaenzenden vitrine geblendet.

  2. ich versuchs mit einer erklärung. er wird heiraten. sie wollte dieses deko-glas auf der hochzeitsliste. er war mit der verkäuferin aus, damit sie ein falsches preisschild dransteckt, damit es nur ja niemand kauft! möglicherweise ist die verkäuferin ein scheidungsgrund schon vor der eheschließung.

    oder was meinst du, warum so ein häßliches dekoglas aus plastik 71,20 euro kosten sollte!?

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