3 Gedanken zu „romantausch

  1. Roman hatte schon von jeher eine Affinität zu Steinen. Lag es an seinem Nachnamen?
    Kiloweise hängte er sie sich um den Hals und um das Handgelenk.
    Seine Socken zeigten Beulen von darunter liegenden, selbst gebastelten Steinketten.
    Er wog mindestens 4 Kilo mehr, wenn er scheppernd und klimppernd das Haus verließ.

    Susi fand es anfangs drollig, später nervig und dann – zum Schluß – unerträglich.
    Steine im ganzen Haus! Im Bett die heilenden, im Auto die schützenden, im schwedischen Wohnverbau die glitzernden und in der Küche der Rest in rauen Mengen.
    Als er dann Steine in phallischer Form auf das Nachtkästchen legte – ein nicht einordenbares Grunzen von sich gebend – und die Seife gegen einen Kiesel tauschte, entronn ihr aller Droll, riss der Nerv und platzte das Unertrag.
    Ihn zu begraben, darunter – danach stand ihr der Sinn, der edle. Ihn verschütten unter seinen Mahlsteinen für das Vollwertkorn, unter den Rosenquarzen, die auf böse Strahlung lauernd das schwingen des Lattenrost von der Grünen Erde hindern.
    Aber sie besann sich, nahm einen kräftigen Schluck aus dem Wasserkrug, auf dessen Grund ein Amethyst in Form einer Kröte lauert und nahm ihr Mobile aus der grob gehauenen Halterung aus Bleiglanz.
    „Richi? – Susi in Nöten. Ich muß mich deiner Arme Kraft bedienen. Treffe mich in einer Stunde zu Hause, ich bitte dich“.
    Und so nahm es seinen Lauf.
    Richis Schulterblätter arbeiteten wie die Flügel eines Drachen im Balzflug, seine Bizeps und Trizeps pulsierten, das Trapez auf dessen Spitze – und nun gewahr’s auch Susi -ein heller Kopf mit ansprechendem Gesicht saß, spannte sich schier einen Meter. Zu Susi’s Freude gesellte sich entzücken.
    Die Steine nahmen gern gesehenen Abschied und Roman dazu; im Tauschhandel als Kombipack.

  2. das klingt verdammt nach the return of angelheart.
    sag, hat herr stein palahniuk gelesen?

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